Mit neuen Technologien (bisher) ungenutzte biogene Reststoffe und CO2 verwerten
Wir sind biogeniV!
Bündnis biogeniV - Grünes Methanol & Biomethan aus Vorpommern: Von der Herstellung bis zur Nutzung.
News

Startschuss für das Verbundprojekt: Plasmagasifizierung von Reststoffmischungen als nächster Meilenstein im biogeniV-Bündnis
Am 1. September 2026 startete offiziell das innovative Forschungsprojekt „Plasmagasifizierung von Reststoffmischungen“ als Teilvorhaben des Bündnisses „biogeniV - Grünes Methanol & Biomethan aus Vorpommern: Von der Herstellung bis zur Nutzung“. Im Rahmen des regionalen Innovationsnetzwerks „biogeniV“ verfolgt das Projekt das Ziel, bislang ungenutzte biogene Reststoffe aus der Region östliches Mecklenburg-Vorpommern effizient und nachhaltig in hochwertiges Synthesegas umzuwandeln – eine Schlüsseltechnologie für die Produktion von grünem Biomethanol. Am 14. September 2026 fand dazu das erfolgreiche Kick-Off Meeting mit allen Projektpartnern in Freiberg statt. Den vollständigen Artikel finden sie hier.
Feierliche Einweihung der Biomethanol-Syntheseanlage im Verbundprojekt bV-A1
An einem sonnigen und windigen 10.09.2026 hat das WIR!-Bündnis biogeniV die feierliche Einweihung ihrer Biomethanol-Syntheseanlage an der Hochschule Stralsund vollzogen. Die Anlage stellt Biomethanol her, welches bspw. als Treibstoff für die Schifffahrt oder auch als Baustein für chemische Synthesen genutzt wird. Die Synthese des Biomethanols erfolgt aus biogenem CO₂ (als Reststoff bspw. gewonnen aus Biogasanlagen) und Wasserstoff (hergestellt durch Hydrolyse mittels erneuerbarer Wind- oder Solar-Energie). Beide Komponenten sind in der Region reichlich vorhanden und teilweise noch ungenutzt.
Vor mehr als 40 Gästen aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Gesellschaft bezeichnete Gastredner Dr. Wolfang Blank (Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, MV) die Biomethanol-Syntheseanlage als "starkes Beispiel für die Umwandlung von biogenen Reststoffen und erneuerbaren Energien zu innovativen Produkten – und das „made in MV“".

MERA: Kooperation zwischen den WIR!-Bündnissen ArtiFARM und biogeniV
Im „Erfahrungsaustausch der WIR!-Bündnisse“ am 5./6. Mai 2026 in Leipzig hielten Prof. Dr. Mark Vehse vom WIR!-Bündnis ArtIFARM (Foto Mitte) und Prof. Dr. Johannes Gulden vom WIR!-Bündnis biogeniV (Foto rechts) gemeinsam ihren Pitch für das neue Kooperationsprojekt MERA (Methanol Energy for Robotic Agriculture). 18 der 24 WIR!-Bündnisse hatten sich zu 6 Projekt-Teams zusammengeschlossen und sich um die ausgeschriebenen Fördermittel beworben. Schließlich stimmten alle Teilnehmer:innen der Veranstaltung ab und gaben dem Projekt MERA den Zuschlag. In der nun folgenden Machbarkeitsstudie werden wir ein gemeinsames Konzept erarbeiten, wie ein autonomer landwirtschaftlicher Steinesammler (ArtIFARM-Vorhaben AUTARC) mit einem alternativen, umweltfreundlichen Methanol-betriebenen Motor ausgestattet werden kann (biogeniV-Vorhaben bV-A1 Dezentrale Biomethanolerzeugung und bV-D2 Motorische Anwendung). Zu diesem Zweck hat ArtIFARM bereits eine Stellenausschreibung platziert.
Wir freuen uns auf die vielversprechende Zusammenarbeit!
WIR! Förderung – Wandel durch Innovation in der Region
Das Programm WIR! des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert neue regionale Bündnisse, um einen nachhaltigen innovationsbasierten Strukturwandel in allen strukturschwachen Regionen Deutschlands zu initiieren.Das Bündnis biogeniV - die Verwertung biogener Reststoffe - konnte 2021 als eines von 23 WIR! Bündnissen die Jury des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) überzeugen. In einem zweistufigen Verfahren hat sich das Bündnis aus mehr als 130 Bewerbungen mit seinem regionalen, technologisch innovativen Konzept durchgesetzt und erhält nun für die Umsetzung bis zu 15 Millionen Euro.
WIR! richtet sich an breit angelegte regionale Bündnisse unterschiedlichster Akteure, die gemeinsam Innovationsfelder identifizieren. Mit neuen strategischen Ansätzen sollen sie die vorhandenen Innovationspotenziale ihrer Region in die Zukunft überführen. Mit Kreativität, Mut und Weitblick sollen so das Profil der Region gestärkt und neue Perspektiven für den Strukturwandel eröffnet werden.
Menschen im Mittelpunkt, ungenutzte Potenziale und nachhaltige Strukturen
Der Förderansatz ist bewusst themenoffen und stellt die Menschen vor Ort in den Mittelpunkt. Einerseits sind sie in besonderem Maße vom Strukturwandel betroffen. Andererseits liegt es in ihrer gemeinsamen Kompetenz und Verantwortung, das für sie relevante Innovationsfeld selbst zu definieren. Auf diese Weise setzen die Akteure vor Ort ihre ganz eigene Innovationsdynamik in Gang und legen die Basis für strukturelle Veränderungen in ihrer Region.
WIR! adressiert vornehmlich Regionen, die noch kein national sichtbares Profil in ihren Innovationsfeldern entwickelt haben und über ungenutzte Innovationspotenziale verfügen. Diese Potenziale sollen die WIR!-Bündnisse ausschöpfen.



